NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS
Fibrinogen (FI/FIB/FBG)
Fibrinogen (Gerinnungsfaktor I) wird in der leber gebildet. Die Fibrinogen-Messung dient in erster Linie dem Nachweis und der Verlaufskontrolle von Erlrankungen mit einem erhöhten Fibrinogen-Verbrauch (=> Blutgerinnung). Darüber hinaus liefert der Fibrinogen-Wert auch Hinweise auf Gerinnungsvorgänge innerhalb von Blutgefäßen und kann zur Kontrolle einer Fibrinolyse-Therapie eingesetzt werden. In der Schwangerschaft kann der Fibrinogen-Wert auf bis zu 6,0 g/l ansteigen.
Laborprobe: Blutplasma
Erhöhte Fibrinogen-Werte
- Erhöhte Werte sind insbesondere für chronisch-entzündliche Prozesse wie bei rheumatischen Erkrankungen oder Zuständen mit Akute-Phase-Reaktionen, Entzündungen, Verletzungen oder Verbrennungen typisch.
- Erhöhte Werte gelten auch als unabhängiger Risikofaktor der Arteriosklerose bzw. Der Folgeerkrankungen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Diagnosen mit erhöhten Fibrinogen-Werte
- Akute-Phase-Reaktionen bei Entzündung, Verbrennung, Verletzung oder Tumorerkrankungen
- Diabetes mellitus
- Krebserkrankungen (Bauchspeicheldrüse, Lunge)
- Nierenerkrankung (Nephrotisches Syndrom)
- Risikofaktor für eine arterielle Verschlusskrankheit, für einen akuten Herzinfarkrt oder Schlaganfall
Verminderte Fibrinogen-Werte
Zu verminderten Werten kommt es vor allem bei Lebergewebeschäden.
Diagnosen mit vermindertem Fibrinogen
- Angeborener oder erworbener Fibrinogen-Mangel
- Durchblutungsstörungen der leber bei akuter Rechtsherzinsuffizienz
- Erkrankungen mit erhöhtem Fibrinogen-Verbnrauch (Verbrauchskoagulopathie)
- Knollenblätterpilz-Vergiftung
- Leberzirrhose
Fibrinogen-Normalwerte |
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Erwachsene 1,80-3,81 g/
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