Eisen (Fe)
Eisen (Ferrum, Fe) wird im Dünndarm aus der Nahrung aufgenommen, wobei nur etwa 10 Prozent des zugeführten Eisens verwertet (absorbiert) werden. In der Regel wird zweiwertiges Eisen (Fe2+) genutzt. Dreiwertiges Eisen (Fe3+) wird im Körper zu zweiwertigem Eisen reduziert und dann absorbiert. Aus pflanzlichen Nahrungsmitteln kann Eisen schlechter aufgenommen werden als aus tierischen. Ein ausreichendes Angebot an => Vitamin C verbessert die Eisen-Verwertung.
Eisen gelangt im Blut an ein Transporteiweiß (=> Transferrin) gebunden zu den Zielzellen und Organen. In vielen Organen wird Eisen bevorzugt in Form von => Ferritin gespeischert.
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, weshalb der Körper damit sehr sorgfältig umgeht: Eisen aus dem Blutfarbstoff (=> Hämaglobin) verbrauchter roter Blutkörperchen wird fast vollständig wiederverwertet.
Eisen erfüllt vielfältige Aufgaben im menschlichen Körper: Es ist Bestandteil von Blut- (Hämaglobin) und Muskelfarbstoff (=> Myoglobin); es ist lebenswichtig für den Sauerstofftransport und die Kohlendioxid-Entsorgung; es nimmt am enzymatischen Energiestoffwechsel teil und ist für die zuverlässige Immunfunktion von großer Bedeutung.
Auch bei Gesunden können die Eisen-Werte vorübergehend erhöht sein. Eisen-Werte sind generell stark variabel und auch von der Ernährung abhängig.
Laborprobe: Blutserum/-plasma, Nüchternblutentnahme (12 Stunden Nahrungskarenz)
Erhöhte Eisen-Werte
Erhöhte Eisen-Werte sind vor allem ein Kennzeichen einer Hämoglobin-Überladung (Hämochromatose). Massiver Eisen-Überschuss kann sich durch Lebervergrößerung, Herzmuskel- (Kardiomyopathie), Drüsenfunktionsstörungen und eine Grauverfärbung der Haut an den Handinnenflächen aüßern.
Diagnosen mit erhöhten DHEAS-Werten
- Anämie (hämolytisch)
- Bluttransfusionen
- Eisenvergiftung
- Hämochromatosen (erblich)
- Leberzirrhose
- Virushepatitis
Verminderte DHEAS-Werte
Ernährungsbedingte Eisen-Mangelzustände sind in westlichen Industriestaaten selten. Vorübergehender leichter Eisen-Mangel kommt auch bei gesunden Menschen häufiger vor und ist Ausdruck von Anpassungsvorgängen des Körpers an Zustände unterschiedlichen bedarfs. Zum Eisen-Mangel können veränderungen der Eisen-Versorgung/-aufnahme/-verteilung und Eisen-Verlust beitragen. Ein Eisen-Mangel kann längere zeit vorliegen, ohne dass es zu Beschwerden kommt. Sind die Eisen-Werte chronisch niedrig, können rasche Ermüdung, Stimmungsschwankungen und Neigung zu Kopfschmerzen auftreten.
Wenn die Blut- und Eisen-Werte vermindert sind (manifester Eisen-Mangel), kommen Beschwerden der Blutarmut (Anämie) wie Mund- und Zungenschleimhauteinrisse, Verstopfung, Durchfall und Infektanfälligkeit vor.
- Während der Monatsblutung verlieren Frauen etwa 0,4-1 mg Eisen pro Tag, monatlich etwa 11-28 mg Eisen.
- Verminderte Eisen-Werte im Blutserum sind nicht gleichbedeutend mit einem Eisenmangel.
- Für die Diagnose eines Eisenmangels sind zusätzliche Laboruntersuchungen (=> Trans-ferrin, => Ferritin) erforderlich.
Diagnosen mit verminderte Eisen-Werten
- Eisen-Mangel (gleichzeitig vermindertes Ferritin)
- Entzündungen (chronisch)
- Infektionen
- Tumorerkrankungen