NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS

BSG/BKS

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Blutkörperchensenkungs-geschwindigkeit


Die Geschwindigkeit, mit der die festen Bestandteile des Blutes in einem senkrecht aufgestellten Röhrchen absinken, wird als »Blutsenkung« oder Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG, BKS) bezeichnet. Die BSG ist die bekannteste und älteste Methode, um Hinweise auf Entzündungsprozesse im Körper zu erhalten. Sie gehört zum Basisprogramm jeder Laboruntersuchung.

Die BSG wird vor allem durch die Zusammensetzung der Blutkörperchen und Eiweißstoffe im Blut beeinflusst, die  sich durch die Schwerkraft bedingt nach einiger Zeit im unteren Teil des Röhrchens ablagern (Sedimentation). In der Regel wird das Ergebnis nach einer Stunde abgelesen, zusätzlich kann die BSG nach zwei Stunden abgelesen werden, wobei die Farbe des Blutplasmas dann Hinweise auf die Blubeschaffenheit und Bluteigenschaften gibt.


Laborprobe: Vollblut











Erhöhte BSG

Die erhöhte BSG (»beschleunigte Blutsenkung«) deutet in der Regel auf ein entzündliches Geschehen im Körper hin, wobei zunächst nichts über den Ort oder die Art der Entzündung ausgesagt werden kann. Bei Leber-, Nieren- und Tumorerkrankungen ist der Wert häufig erhöht.


Diagnosen mit erhöhter BSG


Verminderte BSG

Ist der Anteil fester Blutbestandteile gegenüber flüssigen Anteilen erhöht, verlangsamt sich die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.


Diagnosen mit verminderter BSG


Färbung von Blutplasma im Blutsenkungsröhrchen

Wenn man das Blut im Blutsenkungsröhrchen länger als die erforderlichen zwei Stunden stehen lässt, ergibt die Farbe des Blutplasmas Hinweise auf die Blutbeschaffenheit und die Bluteigenschaften.


BSG-Normalwerte

Frauen

1. Stunde

≤ 20 mm (unter 50 Jahre)

≤ 30 mm (über 50 Jahre)

Männer

1. Stunde

≤ 15 mm (unter 50 Jahre)

≤ 20 mm (über 50 Jahre))