NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS

Cr

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Chrom (Cr)


Chrom (Cr) gilt deshalb als lebenswichtiges (essentielles) Spurenelement, weil es die für den Zuckerstoffwechsel notwendige Insulin-Wirkung aktiviert. Man nimmt an, dass Chrom auch für den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Chrom kommt in der Natur in zwei- bis sechswertiger Elementarform  vor. Der menschliche Organismus benutzt dreiwertiges Chrom für funktionelle Aufgaben. Sechswertiges Chrom schädigt die Erbsubstanz.

Mit der Nahrung zugeführtes Chrom wird im Dünndarm aufgenommen und im Blut mit Hilfe von Eiweiß und einem Transporteiweißstoff (=> Transferrin) vor allem in stark durchblutete Organe transportiert. Chrom wird hauptsächlich mit dem Urin ausgeschieden. Das im Körper gespeicherte Chrom verteilt sich auf Knochen, Leber und Milz. Eine Unterversorgung mit Chrom bei ausgewogener Ernährung gilt als extrem unwahrscheinlich.


Laborprobe: Blutserum, 24h-Sammelurin













Erhöhte Chrom-Werte

Sechswertige Chrom ist giftiger als dreiwertiges Chrom, wenn es als Überdosos in den Körper gelangt. Die Beschwerden einer Chrom-Vergiftung umfassen Durchfall, Magen- und Darmblutungen sowie Nieren- und Leberschäden. Erhöhte Konzentrationen von dreiwertigem Chrom haben keinen Krankheitswert.

Diganosen mit erhöhten Chrom-Werten


Verminderte Chrom-Werte

Chronischer Chrom-Mangel führt vor allem zur schlechteren Aktivierbarkeit des Hormons => Insulin und begünstigt Insulinresistenz. Dies kann dazu beitragen, dass ein insulinabhängiger Diabtes mellitus Typ 1 schlechter zu kontrollieren ist. Ob Chrom-Mangel auch Störungen der peripheren (Neuropathie) und zentralen Nervenfunktionen (Enzephalopathie) verursachst, ist unklar.

Diagnosen mit verminderten Chrom-Werten



Chrom-Normalwerte

Chrom im Blut

Blut

< 0,5  µg/l

(< 10 mmol/l)

Chrom-Ausscheidung im Urin

24h-Urin

< 0,7 µg/24h

(< 13 mmol/24h)

Chrom in Nahrungsmitteln

Nahrungsmittel

Chrom pro 100 Gramm

Weizenkeime

130 µg

Vollkornbrot

50 µg

Maiskeimöl

30 µg

Schweineschnitzel

70 µg

Hühnerfleisch

25 µg

Weiße Bohnen

20 µg

Kakao

12 µg

Vollmilch

4 µg

Naturreis

4 µg

Schwarzer Tee

22 µg pro 2 Teelöffel Teeblätter