NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS
Alpha-Fetoprotein (AFP)
AFP kommt normalerweise beim ungeborenen Kind im Magen-Darm-Trakt und in der Leber vor, ist bei Erwachsenen nur in sehr geringer Menge nachweisbar. Bei Verdacht auf bösartige Tumoren der Leber (Leberzellkarzinom) und bei Keimzellen (Hoden, Eierstöcke) kann die AFP-Bestimmung diagnostische Hinweise liefern. Die AFP-Bestimmung ist nicht für die allgemeine Suche nach Tumorerkrankungen geeignet (=> Tumor-marker). Der AFP-Wert wird auch für die vorgeburtliche Diagnostik genutzt (Pränataldiagnostik).
Laborprobe: Blutserum, Fruchtwasser
Erhöhte AFP-Werte
- Stetig ansteigende AFP-Werte begründen einen Tumorverdacht. Als Zusatzlaborwert zur Kontrolle von Patientengruppen mit erhöhtem Risiko für Leberzellkrebs oder Krebserkrankungen der keimdrüsen (Eierstöcke, Hoden) kann der AFP-Wert nützlich sein.
- Pränataldiagnostisch kann ein erhöhter Wert auf einen Neuralrohr- (Spina bifida), Bauchwanddefekt und andere Missbildungen hinweisen.
- Mehrlingsschwangerschaft.
Verminderte AFP-Werte
- Verminderte AFP-Werte sind bei Nichtschwangeren und Männern unbedenklich.
- Hinweis auf ein Down-Syndrom, eine irreversible Schwangerschaftsstörung (10. Woche), eine Plazentainsuffizienz (32. Woche).
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AFP-Normalwerte
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(Nicht schwangere) Erwachsene
und Kinder (ab 1. Lebensjahr)
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< 10 µg/l (ca. 7 IU/lml)
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