NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS

HST / UREA

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HARNSTOFF (HST / UREA)


Harnstoff ist das Endprodukt ddes Eiweiß- bzw. Aminosäurenstoffwechsels und wird in der Leber gebildet: ein weißer, kristalliner, ungiftiger und hygienisch unbedenklicher Feststoff.

Wenn Eiweiß zerfällt, bildet sich giftiger => Ammoniak, der vom Körper sofort in den ungiftigen Harnstoff umgebaut wird.

Harnstoff wird durch die Nieren aus dem Blut gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden. Die Menge des ausgeschiedenen Harnstoffs ist von verschiedenen Faktoren abhängig: der Eiweißzufuhr, dem Eiweißstoffwechsel sowie der leber- und Nierenfunktion. Die Normalwerte für Harnstoff im Blutserum sind deshalb sehr weit gefasst. Ein hoher Eiweißanteil (z. B. Fleisch) im Nahrungsangebot führt schon bei normaler Nierenfunktion zu erhöhten Werten.

Die Harnstoff-Werte sind vor allem für die Beurteilung der Nierenfunktion und des Stoffwechsels bei Dialysepatienten von Bedeutung. In der Labormedizin werden die Begriffe Harnstoff und Harnstoff-N (BUN) synonym verwendet.

Flüssigkeitsmangel, Durst, Fieber, Arzneimittel (Diuretika, Antidiabetika, Sulfonamide), Ernährung (eiweißarm, eiweißreich), Lebensalter (Kindheit, Schwangerschaft) und Vitamin C-Zufuhr können die Messwerte verfälschen.


Laborprobe: Blutserum/ -plasma, 24h-Sammelurin











Erhöhte Harnstoff-Werte

Erhöhte Werte im Blutserum werden als Azotämie bezeichnet und vor allem bei gestörter Nierenfunktion beobachtet, allerdings ist dann bereits die Filterleistung der Nieren auf ein Viertel der normalen Leistung verringert.

Diagnosen mit erhöhten Harnstoff-Werten


Verminderte Harnstoff-Werte

Verminderte Harnstoffwerte haben in der Regel keinen Krankheitswert. Diagnosen mit verminderten Harnstoff-Werten.

Harnstoff-Normalwerte

Harnstoff im Blut

Erwachsene

17-43 mg/dl (2,8-7,2 mmol/l)

Harnsäure-Ausscheidung im Urin

Erwachsene

20-35 g/24h