NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS
Hämotokrit (Hkt)
Der Hämatokrit (HCT, Hk, Hkt) gibt den Anteil aller festen Blutbestandteile im Gesamtblut an. Feste Blutbestandteile sind rote (=> Erythrozyten) und weiße Blutkörperchen (=> Leukozyten) sowie => Thrombozyten. Der flüssige Bestandteil ist das nach der Zentrifugation der Blutprobe verbleibende Blutplasma. Das Gesamtblut besteht aus Blutplasma und allen Blutkörperchen. Der Hämatokrit wird folgendermaßen berechnet: Hämatokrit = Länger der roten Blutzellsäule im Röhrchen (mm) geteilt durch die Länge der roten Blutzellsäule plus Blutplasmasäule (mm).
Der Hämatokrit ist insbesondere für die Diagnose der Anämie von Bedeutung.
Laborprobe: Vollblut
Erhöhte Hämatokrit-Werte
Zu hohe Werte bedeuten, dass die roten Blutzellbestandteile (Erythrozytenmasse) im Blut vermehrt vorhanden sind, oder dass die flüssigen Bestandteile im Blut vermindert sind. Die Blutzellmasse des Körpers umfasst die gesamtmenge der roten Blutkörperchen. Frauen haben normalerweise eine rote Blutzellmasse von 17 bis 23 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und Männer eine rote Blutzellmasse von 20 bis 36 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht.
- Rote Blutzellbestandteile (Erythrozytenmasse) sind im Blut bei Polyglobulie und Polyzytthämie vermehrt vorhanden.
- Flüssige Bestandteile sind im Blut (Plasmavolumen) bei Austrocknung des Körpers durch ungenügende Flüssigkeitszufuhr (Kleinkinder, Schwerkranke, alte Menschen), bei Wasserverlust des Körpers (Schwitzen), bei Durchfall und Erbrechen und bei gestörtem Durstmechanismus (Durtshormon-Störung) vermindert.
Diagnosen mit erhöhtem Hämatokrit
- Erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2
- Erhöhtes Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK)
- Erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall
- Erythrozytenvermehrung nach einer Organtransplantation
- Neugeborene
- Polyzythämia vera (Blutbildungsstörung)
- Polyglobulie durch Sauerstoffmangel im Körpergewebe
Verminderte Hämatokrit-Werte
Verminderte Werte bedeuten, dass zu wenig feste bestandteile im Blut vorliegen, wobei in der Regel auch die roten Blutkörperchen (Erythrozytenzahl) und die Blutfarbstoffwerte (=> Hämoglobin) vermindert sind.
Dies ist vor allem für die Diagnose einer Anämie von Bedeutung. Ist die rote Blutzellmasse (Erythrozytenmasse) normal und das Plasmavolumen erhöht, spricht man von einer Pseudoanämie.
Diagnosen mit vermindertem Hämatokrit
- Blutverlust
- Leistungssportler
- Schwangerschaft
- Vermehrtes Plasmavolumen
Hämatokrit-Normalwerte |
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Hellhäutige
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Frauen
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36-48 Vol%
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Männer
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40-53 Vol%
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Dunkelhäutige
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Frauen
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34-43 Vol%
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Männer
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34-48 Vol%
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Athleten
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Frauen
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37-45 Vol%
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Männer
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40-50 Vol%
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