NOTFALL- & GESUNDHEITSPASS

HbA1c

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Hämoglobin A1c (HbA1c)


Bei einer Störung des Zuckerstoffwechsels mit Hyperglykämie werden auch Körpereiweißstoffe wie der rote Blutfarbstoff (=> Hämoglobin) »verzuckert«: Glykohämoglobine entstehen dann durch Bindung von Glukose an Aminogruppen der Globine.

Dies geschieht normalerweise durch den Kontakt von Hämoglobin mit dem Blutzuciker (Glykierung). Ist dauerhaft zu viel Zucker im Blut können diabetische Folgeerkrankungen  an den Augen (Retinopathie), Nieren Nephropathie) oder Gefäßen verursacht werden (diabetischer Fuß).

Die Langzeitkontrolle von Glykohämoglobinen wie HbA1c wird zur Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus genutzt. Mit der regelmäßigen Bestimmung der glykierten Hämoglobine kann man sich über die Stoffwechsellage der zurückliegenden sechs bis acht Wochen informieren (»Blutzuckergedächtnis«).

Der HbA1c-Wert gibt an, wieviel Prozent des roten Blutfarbstoffs an Glukose gebunden vorliegt.


Laborprobe: Vollblut (EDTA; heparinisiert), Kapillarblut (haparinisiert).











Erhöhte Glykohämoglobin-Werte

Je höher der Blutzuckerspiegel im Blut des Patienten ist, desto höher sind die Konzentrationen an glykiertem Hämoglobin und desto schlechter ist der Zuckerstoffwechsel der letzten sechs bis acht Wochen eingestellt.


Verminderte Glykohämoglobin-Werte

Dies kann ein Hinweis auf mögliche häufige Zustände von Unterzuckerung (Hypoglykämie) sein oder auf einer Anämie mit verkürzter Lebensdauer der Erythrozyten beruhen.

Hämoglobin A1c-Normalwerte

HbA1c

4-6 %

Es handelt sich um Annäherungswerte, da die exakten Referenzwerte von der Analysemethode abhängig sind.

HbA1c-Werte bei Diabetikern

Sehr gut eingestellter Diabetes

< 6 %

Gut eingestellter Diabetes

6-7 %

Schlecht eingestellter Diabetes

7,5-9,9 %

Sehr schlecht eingestellter Diabetes

> 10 %