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BÄRLAUCH
(Allinum ursinum)

Die Wirkung dieser Pflanze ist ähnlich der des Knoblauchs, jedoch etwas schwächer. ZU beachten ist, daß diese Pflanze nach Möglichkeit als Bärlauchwein verwandt werden sollte, da sie durch das Trocknen viel Wirkstoffe einbüßt. Aus diesem Grund ist sie kaum als Tee einzusetzen.
BALDRIAN, echter
(Valeriana officinalis)

Der Baldrian ist ein weitbekanntes Heilmittel. Es kommen die Wurzeln zur Verwendung, wobei heutzutage der mexikanische Baldrian mit seiner intensiveren Wirkung in der Medizin ein umfangreiches Einsatzgebiet findet. Baldrian wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem; er wird bei nervösen Erschöpfungs- und Überarbeitungszuständen, bei depressiven Patienten und bei nervösen Herzstörungen eingesetzt, d. h. Überall da, wo das vegetative Nervensystem sich störend bemerkbar macht.
Daneben wirkt Baldrian aber auch krampflösend und beseitigt Blähungen. Baldrian kann in vielerlei Form, insbesondere in Verbindung mit anderen Medikamenten, über den Handel bezogen werden. Es sollte zunächst immer einmal versucht werden, mit Baldrian zurechtzukommen, bevor man zu chemischen Beruhigungsmitteln greift. Selbst bei Einnahme über einen längeren Zeitraum zeigt Baldrian keine schädigende Gewöhnung.
BERBERITZE
(Berberis vulgaris)



Diese Pflanze gehört in jede Hausapotheke. Sie hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt und sollte bei fiebrigen Erkältungskrankheiten sofort eingesetzt werden. Bei Entzündungen im Nieren-Blasen-Bereich, bei Grieß und Steinleiden - auch der Gallenblase - sollte man die Berberitze immer zu Hilfe nehmen. Darüber hinaus ist sie ein hervorragendes Leber- und Gallenmittel. In Reformhäusern und Apotheken ist ein Sirup aus Berberitze fertig zu kaufen. Bei Entzündungen im Rachenbereich wird ein Absud zubereitet, mit dem man, nach Geschmack und Verträglichkeit verdünnt, gurgelt.
BIBERNELLE
(Pimpinella major)

Die Wurzel dieser Pflanze leistet besonders im Frühjahr und im herbst, d. H. In Zeiten großer Erkältungsgefahr, gute Dienste. Sie fördert den Auswurf und sollte bei Kartarrhen der Luftwege, bei Heiserkeit und Entzündungen der Mund- und Rachenhöhle immer zur Hand sein. Gleichzeitig regt sie die Sekretion des Magens an. Man kann sie als Tee einsetzen oder fertigt sich einen extrakt aus einem Teil Wurzel und fünf Teilen Weingeist; dreimal täglich zwanzig bis vierzig Tropfen dieses Extraktes auf Zucker einnehmen.
BITTERKLEE
(menyanthes trifoliata)

Diese Pflanze gehört zu der Familie der Enziangewächse und enthält, wie diese, Bitterstoffe, die sich vor allem auf die Magen- und Darmtätigkeit positiv auswirken. Bei Appetitlosigkeit, bei Blähungen und Völlegefühl sollte man an diese Pflanze denken. Aber auch bei Kopfschmerzen und Migräne, die oft auf Störungen im Verdauungstrakt zurückzuführen sind, greife man zum Bitterklee.
Ein Teeabsud wird aus fünfzehn Gramm der getrockneten Blätter und einem halben Liter Wasser zubereitet. Er beseitigt, wenn man etwa drei Gläser davon täglich trinkt, in vielen Fällen vorbeugend die aufgeführten beschwerden.
BOCKSHORNKLEE
(Trigonella foenum-graecum)

Hier handelt es sich um eine Pflanze, die schon in ganz alten Aufzeichnungen Erwähnung findet. Sie liefert uns den wirkstoffreichen Bockshornkleesamen. Zur Verwendung gelangt das Pulver aus diesem Samen, das bei Abszessen als Umschlag sowie bei Furunkeln, Drüsenschwellungen, bei offenen Beinen, bei Neuralgien, Gelenkentzündungen und bei Ischias mit Erfolg eingesetzt wird.
Tee aus Bockshornklee ist ein gutes Beruhigungsmittel bei Bronchialkatarrh und quälendem Reizhusten; gleichzeitig dient es zur Kräftigung bei Schwächezuständen.
BRENNESSEL
(Urtica dionica)

Die Brennessel läßt sich ebenfalls in vielfältiger Weise lindernd einsetzen, wobei bis heute noch nicht alle Möglichkeiten erschlossen sind. Sie wirkt auf den gesamten Magen-Darm-Bereich einschließlich der Bauchspeicheldrüse, anregend und hat eine, wenn auch nicht starke, so doch bemerkbare blutzuckersenkende Wirkung. Sie fördert die Blutbildung und die Harnausscheidung und ist deshalb ein hervorragendes Mittel gegen Rheuma und Ödeme.
Ein Brennesselsalat im Frühjahr kommt unserer gesamten Gesundheit zugute.
Auch als Zusatz im Haarwassern findet Brennessel Verwendung.
BRUNNENKRESSE
(Nasturitium officinale)

Die Brunnenkresse kennt jedermann als Küchengewürz. Sie dient als Zusatz zu Salaten, aus der Kresse selbst läßt sich aber auch ein vitaminreicher Rohsalat zubereiten. Vom Vitaminreichtum einmal abgesehen, ist die Brunnenkresse stoffwechselanregend, insbesondere bei Schilddrüsenerkrankungen; bei Hautausschlägen, wirkt sie regulierend. Außerdem ist sie appetitanregend, verdauungsfördernd, galletreibend und beseitigt chronische Müdigkeit.
Brunnenkresse kann entweder als Tee oder auch als Frischsaft in der Apotheke oder im Reformhaus erworben werden.