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WALCHOLDER
(Juniperus communis)

Wacholderbeeren sind verdauungsfördernd und intensivieren die Harnausscheidung und die Gallenproduktion. Deshalb kommt ihnen besonders bei Infektionsgefahr eine wichtige Funktion zu, da sie die Reinigung des Körpers unterstützen. Im Frühjahr sollten wir als Reinigungskur über 14 Tage fünf bis zehn Beeren pro Tag kauen oder einen Tee davon aufbrühen. Dazu nimmt man zirka dreißig Gramm auf einen Liter Wasser, fünfzehn Minuten kochen, fünfzehn Minuten ziehen lassen, dann durchseihen und zwei bis drei Tassen pro Tag trinken. Das ätherische Öl in den nadeln und Zweigen des Wacholders wirkt stark desinfizierend und kann außerdem als Zusatzmittel in Wannbädern gegen Erkältung und Rheuma verwandt werden.
Bei Reizungen der Nieren sollten Wacholderbeeren oder Bäder mit Wacholderöl nicht angewandt werden.
Auch ein Wacholderschnaps ist gut für die Verdauung und für die Blase.
WALDERDBEERE
(Fragaria vesca)

Tee aus Erdbeerblättern, wie wir ihn in der Apotheke, im Reformhaus oder in der Drogerie kaufen können, ist ein gutes Mittel gegen Entzündungen aller Art, insbesondere ei leichten Magen- und Darmkatarrhen. Deshalb sollte man öfter einmal Teetage mit Walderdbeeren einlegen, d. H. Über den Tag verteilt vier bis fünf Tassen täglich trinken.
WALDREBE, aufrechte
(Clematis recta)

Die Homöopathie bevorzugt diese Pflanze und setzt sie bei verschiedenen Beschwerden im Bereich des männlichen Urogenitaltraktes und bei begleitenden Lymphdrüsenentzündungen ein. Sie kann auch als Teeaufguß verwendet werden. Dazu nimmt man zwanzig bis dreißig Gramm auf einen Liter Wasser und trinkt täglich ein bis zwei Tassen schluckweise.
WALNUSSBAUM
(Juglans regia)


Beim Walnußbaum können sowohl die Schalen der Nüsse als auch die Blätter verwandt werden. Die Blätter haben einen hohen Gehalt an Gerbstoffen und sind wichtig bei Bädern gegen Ausschläge, Entzündungen und Eiterungen. Innerlich angewandt, helfen sie bei Katarrhen (z.B. Darmkatarrh).
Aus dem Nußkreuzchen (das sind die Membranen die sich in der Nuß selbst befinden) kann ein Blutreinigungstee hergestellt werden, der auch bei Diabetikern gute Ergebnisse zeigt. Das gleiche gilt für die Schalen der Nüsse. Auch sie haben stark blutreinigende Wirkung.
WEGWARTE
(Cichorium intybus)

Diese Pflanze ist insgesamt stoffwechselfördernd, wirkt sich positiv auf Magen und Darm aus und regt die Leber- und Gallenfunktion an. Die Ausscheidung über die Nieren wird gefördert. Die gerösteten Wurzeln dieser Pflanze kennen wir als Zichorie.
WEIDE
(Salix alba)

Bei grippalen Infekten und Erkältungskrankheiten wirkt die Weide fiebersenkend; sie entfaltet eine antibakterielle Wirkung im Bereich der Nieren, der ableitenden Harnwege und Blase. Bei rheumatoiden Beschwerden wirkt sie schmerzstillend und ableitend. Sie kann zur Therapie bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt werden.
Aus fünfzig bis sechzig Gramm und einem Liter Wasser stellt man sich einen Absud her, den man als Zusatz zu Bädern (z.B. Bei Hautkrankheiten) oder als Gurgelwasser benutzt.
WEISSDORN
(Crataegus oxyacantha)

Bei dieser Pflanze kommen sowohl die Blätter und Blüten als auch die Früchte zur Verwendung. Sie enthalten Stoffe, die einen stärkenden, regulierenden, wohltuenden Einfluß auf das Herz ausüben. Insbesondere bei zunehmendem Alter ist Weißdorn zu empfehlen, wenn das Herz einer gewissen Unterstützung bedarf.
Auch bei beginnender Arteriosklerose, bei Schlaflosigkeit, Nervosität und bei Wechseljahrsbeschwerden hilft Weißdorn. Das Präparat steht in homöopathischer Dosierung zur Verfügung, kann aber auch als Tee verwandt werden, wobei hier der kurmäßige Einsatz nur über einen längeren Zeitraum zum Erfolg führt.
WERMUT
(Artemisia absinthium)

Wermut regt die Verdauung an, hilft bei Appetitlosigkeit, bei Leber-, Gallen- und Verdauungsstörungen, bei starken Blähungen; darüber hinaus fördert er die Nierentätigkeit und wirkt sich günstig auf die Menstruation aus. Jedoch sollte man während der Schwangerschaft aufgrund der die glatte Muskulatur anregenden Eigenschaft besonders vorsichtig sein. Bei Wermut gilt in besonderem Maße die alte Regel, daß weniger mehr sein kann. Nie zu große Mengen und auch nicht über einen zu langen Zeitraum einnehmen, denn sonst kann es zu Störungen des zentralen Nervensystems kommen.
SOMMER- UND WINTERLINDE
(Tilia platyphyllos, Tilia cordata)



Der Lindentee gehört ebenfalls in jede Hausapotheke. Bei Infektions- und Erkältungskrankheiten sollte er heiß getrunken werden, gegebenenfalls unter Zusatz von Honig. Denn er löscht zum einen den Durst und trägt andererseits durch heftiges Schwitzen zur Ausleitung schädigender Krankheitserreger bei. Der Tee kann auch aus der inneren Rinde hergestellt werden und wirkt hier entzündungshemmend und ist ein gutes Rheumamittel.
WURMFARN, echter
(Dryopteris filix-mas)

Der Wurzelstock, der früher oft gegen Würmer verwandt wurde, kommt heute kaum noch zum Einsatz, da er giftig ist. Zu Einreibungen bzw. Fußbädern wird jedoch der Wurzelextrakt nach wie vor herangezogen. Fußbäder mit Zusätzen aus Farnwurzelextrakt bewähren sich besonders bei Krampfaderschmerzen, Wadenschmerzen und kalten Füßen. Die Einreibung empfiehlt sich bei rheumatischen Beschwerden und Gicht.